Foto-Legende Horst Faas im Alter von 79 Jahren gestorben
Eine Legende des Agentur-Fotojournalismus ist tot: Horst Faas starb im Alter von 79 Jahren in München. Mit seiner Bildberichterstattung setzte Horst Faas Maßstäbe im Fotojournalismus – ein knappes halbes Jahrhundert umfasste seine Karriere bei AP.
Für die Agentur leitete der aus Deutschland stammende Faas ab 1962 in Saigon die Bildberichterstattung aus dem Vietnamkrieg. Mit seinen Bildern gewann er vier wichtige Preise, darunter zwei Pulitzer-Preise. Als Büroleiter bildete er außerdem einheimische wie ausländische Fotografen aus, die als “Horst’s Army” in den Krieg zogen und als Beute Bilder zurückbrachten, die wiederum zahlreiche Preise gewannen. Nach dem Vietnamkrieg machte Faas sich einen Namen als Redner und Lehrer auf zahlreichen Fotografiesymposien.
Nach Komplikationen mit Medikamenten war Faas seit 2005 von der Hüfte abwärts gelähmt. Seit 2008 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends, seit Februar lag er im Krankenhaus. “Horst Faas war ein Gigant in der Welt des Fotojournalismus. Sein außerordentliches Engagement beim Erzählen schwieriger Geschichten war einzigartig und bemerkenswert”, sagte AP-Vizepräsident Santiago Lyon.
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